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Skiing! 24|11|2008 
So, am Samstag war's endlich soweit. Ich hab alle Zügel in die Hand genommen, hab mir das fehlende Equipment besorgt und bin mit Gabe und Dave von Jiberish nach Keystone gefahren.

Nachdem ich mir einen Liftpass für schlappe 65$ geleistet habe, haben wir uns in die Schlange eingereit. Wenn man bedenkt, dass im Moment gerade mal 3 Pisten offen sind, ist das ein ziemlich stolzer Preis. Allerdings muss man auch eingestehen, dass ohne die zahlreichen Schneekanonen und fleißigen Pistenarbeiter in den östlichen Rockies noch nicht an Skifahren zu denken wäre. Es sieht noch nicht wirklich nach Winter aus:

Da aber alle Bewohner Colorados Ski- und Snowboard verrückt sind, war der Andrang wie erwartet groß. Aber nachdem man die erste Schlange überwunden hatte, hat sich oben doch alles recht gut verteilt.

Über das Skigebiet kann ich jetzt natürlich nicht so wirklich ein Urteil fällen, da die 3 Kunstschneeschneisen vielleicht 10% des eigentlichen Angebots ausmachen.

Trotzdem hat's Spass gemacht und nach einigen Fahrten hab ich mich auch an die, von Josh geliehnen Schuhe (Salomon SPK) und Ski (Dynastar Hugh Trouble) gwöhnt.

Alles in allem kann man nicht wirklich einen Unterschied zwischen Amerika und Europa ausmachen. Die Vegetation sieht zwar ein bisschen anders aus, aber auf dem Gifpel warten die üblichen Hütten mit Verpflegung und Sonnenstühlen. Nur ein was ist doch anders. Keystone hat über den Winter durch wohl einen der besten Funparks der Welt zu bieten. Und so wird auch in der schneearmen Frühsaison alles möglich gemacht, um den Talenten bestmögliche Bedingungen zu bieten. Deshalb tummelt sich hier auch die Creme de la Creme auf zahlreichen Rails, Boxen, Wallrides und einem mittelgroßen Kicker. In dem Park gings zu wie auf dem Frankfurter Bahnhof. Und das Niveau ist dementsprechend hoch. So durfte ich schon einige Cork 5s und andere Kunststücke bewundern. Natürlich habe ich auch einige "alte" Bekannte wiedergetroffen. Mike Hornbeck, Ahmed Dadali, Peter Olenick, Henrik Lampert und Angeli Vanlaanen (um nur einige zu nennen) übten fleißig an ihren Tricks und Skills. Die Jiberish Jungs sind um 2 schon wieder nach Hause gefahren, weil sie noch einen Termin hatten und so bin ich die letzten zwei Stunden nochmal ordentlich den Berg hoch- und runtergeheitzt. Wurde ziemlich eisig zum Schluss.

Aber das Wetter war perfekt, wie man sieht!

Um 4 wurde ich dann von Freedle, der an dem Tag wandern war abgeholt und wir haben uns bei Mike Hornbecks WG eingemisstet. Wie vielleicht schon berichtet, sind Freedle's Rücklichter kaputt, weshalb wir nur bei Tageslicht fahren können. Bei Mike haben wir's uns bei ein paar Bier mit drei Gästen aus Salt Lake City gemütlich gemacht. Eigentlich wollten wir zwar noch auf eine Party in Simon Dumonts Haus (der zwar zur gleichen Zeit in Stockholm beim King Of Style war) aber niemand wusste genau den Weg und so sind wir doch zuhause geblieben.
In der Nacht hab ich nicht wirklich gut geschlafen und bin oft aufgewacht. Zwischendrin hab ich viele verrückte Sachen geträumt. In einem Traum gings um das neue Badezimmer, was sich meine Eltern im Oktober haben machen lassen. Ich hab die Pläne schon gesehen, und es wird wohl sehr edel. Im Traum jedenfalls bin ich aus USA zurückgekommen und hab als aller erstes das Badezimmer begutachtet. Allerdings musste ich mit entsetzen feststellen, dass im Bad fast nichts neu war. Lediglich zwei neue Waschbecken und eine größere Dusche. Dummerweise waren die Duschwände aus dem selben alten Plastik, dass auch noch aus den Verankerungen gerutscht ist und halb offen stand. Die Fliesen waren immernoch die alten, gesprungenen und das WC war notdürftig installiert. Als ich geschockt meine Eltern gefragt habe, sagten die nur verzweifelt, dass die Firma alles verpfuscht hat und sie aber trotzdem den vollen Preis bezahlen müssen. Dann bin ich aufgewacht. Merkwürdiger Traum! Ich hoffe mal, dass mich doch ein schönerer Anblick erwartet, wenn ich in ein paar Wochen die Badezimmertüre öffne.
Wo wir gerade beim Thema sind. Unser Level 1 Büro ist wohl eigentlich als Schlafzimmer gedacht. Deshalb hat es auch ein offenens Badezimmer integriert. Das kann man jetzt natürlich nicht wirklich benutzen, weshalb Josh gerne eine Wand einziehen lassen will. Allerdings müsste man dafür noch einige Sachen verändern. Ich hatte vorgeschlagen, die Badewanne zu entfernen um das Waschbecken verstellen zu können und so die Wand besser setzen zu können. Josh gefiel die Idee, aber Lindsey meinte, dass man dadurch doch den Wert des Hauses senken würde. Und hier ist mir wieder ein deutlicher Unterschied zwischen Amerika und Deutschland aufgefallen. Wenn ein Deutscher ein Haus kauft, dann renoviert oder gestaltet er das Haus so, wie es seinem Geschmack und seinen Wünschen entspricht. Wenn ein Amerikaner ein Haus kauft, denkt er als nächstes fast schon wieder an den Verkauf. Deshalb wird alles im Sinne des Wertes für einen Wiederverkauf gemacht. Dabei werden die unterschiedlichen Mentalitäten deutlich. Der Deutsche ist eher sesshaft, während der Amerikaner im Schnitt 6 mal in seinem Leben umzieht. Trotzdem sind die Amerikaner sehr auf eigene Häuser anstelle von Wohnungen fixiert. Selbst wenn man es nach 5 Jahren wieder verkauft. Also wird manchmal eher im etwas nach dem allgemeinen Geschmack gemacht, anstelle seine eigenen Wünschen zu realisieren.
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Kommentare
uta schrieb am 29|11|2008 - 17:27: "keine bange, das bad ist wirklich schön geworden." piffpoff schrieb am 24|11|2008 - 17:59: "da bekomm ich aber auch lust. viel spass"
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