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Freedle's Birthday 08|08|2008 Gestern hatte Freedle seinen 24. Geburtstag. Wie es sich gehört, haben wir erstmal stilgerecht "reingefeiert". Freedle und ich waren um 1 Uhr nachts in einem Copy-Shop um eine Probeexemplar des Booklets auszudrucken. Der Copyshop heißt Fedex Kinkos und ist eine riesige Kette über das ganze Land verteilt. Deswegen wurde Kinkos auch von Fedex aufgekauft. Fedex Kinkos hat 24 Stunden geöffnet, was manchen Studenten in Deutschland sicherlich auch ganz angenehem sein könnte. Als wir den Laden betraten war ich erstmal ziemlich überwältigt von den zahlreichen Druckern, Computer-Arbeitsplätzen, Plottern und Photo-Automaten. Alles sehr sauber, neu und übersichtlich. Doch dann wurden meine Erfahrungen mit Copyshops doch noch bestätigt: Der Farbdrucker schluckte nur Papier und die einzige Servicekraft war völlig überfragt. Ist also doch alles genauso wie in Deutschland. Außer dass man hier alles mit ner Kreditkarte bezahlt. Nachdem diese Filiale also ein Reinfall war, sind wir in das Mutterschiff in Downtown gefahren. Zwischen enormen Häuserschluchten und Hochhäusern war keine Menschenseele unterwegs. Nur ein Lichtlein brannte im Dunkeln. Fedex Kinkos! Im Denver Hauptquartier waren wir dann auch erfolgreich und konnten mit einem Probeexemplar des Booklets wieder nach Hause fahren. Heute wurde die finale Datei in die Druckerei geschickt und bald haben wir 10.000 Booklets. Ich hoffe nicht, dass wir die Dinger in die DVD Hüllen stecken müssen!
Zur Feier von Freedles Geburtstag lud Josh Freedle, Kyle und mich zu All-You-Can-Eat Sushi ein. Das Sushi war vorzüglich. Wir haben das Angebot ordentlich ausgenutzt und zusammen ca. 80 Stück verputzt. Danach konnte ich mich erstmal eine Stunde nicht mehr bewegen. Abends kamen ein bunter Haufen Freunde vorbei und nach kurzem Vorglühen in der Küche zogen wir in die Standard Bar weiter. Diese Bar ist eher ein Club. Und was für einer. Der Laden hat ungefähr 8 Areas auf zwei Ebenen. Irgedwann hab ich den überblick verloren. Leider war fast nichts los, dafür hat aber eine Reagge Band live was zum Besten gegeben. War nicht schlecht. Besonders Freedle hat mächtig Gas gegeben.

Ich bin den ganzen Abend durch den Club gewandert, man konnte sich wirklich nicht satt sehen. Jeder Raum war völlig anders gestaltet und musikalisch wurde auch sehr viel Abwechslung geboten. In einem tief-verborgenen Raum war wohl sowas wie eine Depeche Mode Party mit einer ziemlichen Freakshow. Jedemenge Goths in Lack und Leder. Lustigerweise war der DJ der einzige Mensch in dem Raum, der ein weises Hemd an hatte. In einem anderen Raum gab es Pizza und Chicken-Wings for free. Ich bin echt mal gespannt, wie der Laden an einem Freitag oder Samstag ist. Werden wir sicherlich noch mal ausprobieren.
Heute ist Linsey's Oma zu Besuch gekommen. Linsey's Eltern haben sie aus Salt Lake City vorbeigebracht. Ich war fast den ganzen Nachmittag im Auto gesessen. Erst musste ich bei der Post ein Money Order holen. Man zahlt der Post einen bestimmten Betrag und bekommt dafür einen garantierten Check. Mit diesem Check bin ich dann in eine Industriegebiet gefahren um 500 T-Shirts aus einem Warenlager abzuholen. Diese T-Shirts brachte ich dann in ein anderes Industriegebiet auf der anderen Seite von Denver. Leider bin ich dabei in den Feierabendverkehr geraten, was mich seeeehr viel Zeit gekostet hat. Die Amis brauchen wirklich dringend ein gescheites U- und S-Bahn System. Wenn hier jeder mit seinem Auto zur Arbeiten fahren muss sind diese Verkehrsprobleme wirklich kein Wunder. Die T-Shirts hab ich jedenfalls in zu einer Firma gebracht, die jetzt unsere Turbo-Shirts drucken werden. Als ich von dieser Tour zurückkam sind wir alle gemeinsam zu einem Mexikaner essen gegangen. Linseys Dad hat uns alle eingeladen. In dem Laden ging es zu wie in einem Flughafen. Eigentlich ja kein schlechtes Zeichen, wenn sich die Kundschaft die Klinke in die Hand drückt. Da wir nicht reserviert hatten mussten wir - typisch amerikanisch - an der Bar auf einen freien Tisch warten. Die Zeit haben wir uns mit einigen Margaritas versüßt. Dadurch wurden alle relativ locker. Besonders Linsey schien ziemlich gelockert zu sein. Das Essen war ok. Die meisten war sehr begeistert aber mich hat das Essen immernoch zu sehr an Fastfood erinnert als an ein vernünftiges Restaurant. Ich glaube, in Amerika gibt es da wirklich einen ziemlich große Spanne. Auf der einen Seite sind die etwas lockeren, preislich normalen Restaurants, die eher Dinern oder Fastfood ähneln und auf der anderen Seite gibt es nur supernoble, megateure Restaurants. Eine gepflegte, wohlschmeckende, Hausmannskost zu normalen Preisen gibt es in den USA scheinbar nicht. Jedenfalls hatte ich ein Chimichanga. Das ist ähnlich einem Burrito. Hünchen in einer Teigrolle mit Chili, Salat und Sour-Cream. Die Portion war reichlich. Zum Nachtisch gab's Flan. Der war allerdings ausgezeichnet. Also sind wir alle wieder aus dem Lokal rausgerollt und nach Hause. Auf dem Parkplatz konnten wir noch beobachten, wie ein randvoller SUV mit ca. 15 km/h in ein parkendes Auto gekracht ist. Der SUV hat kurz zurückgesetzt und hat sich dann daneben gestellt, die Familie ist ausgestiegen und davon gelatscht, als wäre nichts passiert. Assozial!
Morgen Abend geht es nach Summit County. (Das ist die Region Rund um Keystone und Breckenridge in den Rockies). Ashley feiert ihren Geburtstag. Wir packen Chip

ins Auto und fahren zu viert rüber. Sollte ein lustiger Abend werden! zurück
Kommentare
schrieb am 08|08|2008 - 17:42: "Also so ein Club mit free food müsste es hier auch geben...da wär ich dann jeden Tag drin ;)
"
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