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Finale 16|12|2008 Am Sonntag war also der Tag der Heimreise gekommen. Eigentlich wollten Georgia und Wes nochmal nach Denver vorbeikommen, aber Georgia war irgendwie verschollen. Zum Glück hab ich wenigstens noch mal Freedle sehen können, da er am Samstag Abend aus Vermont zurückgekommen war. Wir haben dann aber eher einen ruhigen Abend verbracht. Das letzte Mal bei Sexy Pizza gegessen und SNL geschaut.
Zum Abschied zeigte sich Denver nochmal von einer seiner schönsten Seiten: 20cm Schnee und strahlender Sonnenschein. Zum Glück hatte ich schon am Samstag gepackt, denn sonst hätten mich wohl einige Panikattacken ereilt. Ich hatte fast doppelt soviel Zeug, als in meinen Koffer passte. Zum Glück konnte ich mein neues Ski-Bag auch noch vollstopfen. Die Skischuhe und dem Helm musste ich aber trotzdem nebst Laptoptasche ins Handgepäck nehmen. Der Abschied war doch wieder sehr herzlich. Bei Lindsey sind kurzzeitig ein paar Tränen geflossen. Aber wenn man das sieht und von Josh mit den Worten "Best Intern Ever" verabschiedet wird, kann man sich doch sicher sein, seine Sache ganz gut gemacht zu haben. Nachdem ich Luka und Daisy, die besonders meine Socken vermissen wird, noch das letzte Mal gekrault habe ging es zum Flughafen.
Mit Spannung erwartete ich meine bevorstehenden Extra-Kosten für das übergewichtige Gepäck. Mit 45$ war ich dann sogar positiv überrascht; wenn man bedenkt, was ich an Wert von geschenkten Sachen mit nach Hause gebracht habe sind 45$ echte Peanuts.
Im Flieger war ich dann erstmal happy, da in meiner Dreierreihe der Mittelplatz frei blieb. Die Freude war allerdings schnell weg, als der Pilot durchsagte, dass es mit dem Start wohl etwas dauern könnte, weil eine Benzinpumpe eingefroren war. Es hat dann letztendlich fast 2h Stunden gedauert, bis wir abgehoben sind. Somit wusste ich also schon noch in Denver, dass ich meinen Anschlussflug verpassen werden. Juche!
Der Flug verlief dann aber reibungslos mit Filme schauen und schlafen. In London Heathrow angekommen musste ich dann eine Stunde am Schalter anstehen, weil wohl ziemlich viele Menschen ihre Flüge verpasst haben. Wenigstens war aber dann alles sehr gut organisiert. British Airways hatte schon automatisch einen neuen Flug für mich gebucht und mein Gepäck und ich waren auch schon eingecheckt. Sehr lustig war, als ich der Frau am Schalter meinen Pass gab. Sie kuckte den Pass und mich verdutzt an und sagte: "Mh. Sie haben einen deutschen Pass aber einen amerikanischen Akzent!?" Sie war wohl eher zee Germans gewöhnt. Schließlich gings wieder durch die Sicherheitskontrollen in die Abflughalle. Der Kontrollbereich im neuen Terminal 5 ist ziemlich krass. Man kommt sich vor wie ein Heerde Schaafe, die zum Scheren oder Waschen durch verschiedene Schleusen getrieben werden. Überall stehen Flughafenangestellte, die einem in leicht gereitztem Ton Anweisungen zubrüllen und die Heerde mit stetiger Handbewegung zur nächsten Warteschlange treiben. Die Schafe blöcken dann genervt in ihrer jeweiligen Landessprache und kommen nach einer weiteren halben Stunde endlich in der Abflughalle an. Hier musste ich zum Glück nicht allzu lange warten und konnte meine letzten Meter nach Frankfurt fortsetzen.
In Frankfurt klappte alles vorzüglich. Mein Skibag und mein Koffer waren ruckzuck zur Stelle. Meine gute Laune konnte mir selbst der Polizist an der Passkontrolle, der mir mit einem hämischen Grinzen mitteilte, dass die Mainzer gerade verloren hatten, nicht vermiesen. Schönerweise wartete mein Vater schon am Ausgang auf mich und so ging es in Null Komma Nichts nach Schweinfurt.
Somit endet also meine Reise. Im Gepäck habe ich nicht nur zahlreiche neue Klamotten plus Ski, sondern auch besonders viele schöne und interessante Erfahrungen mitgebracht. Das halbe Jahr verging wie im Flug und ich habe in der Zeit viel gelernt. Sowohl was mein Praktikum betrifft als auch im täglichen amerikanischen Alltag. Besonderer Dank gilt besonders Josh und Lindsey, da mich Josh nicht nur in seine Firma, sondern beide auch noch in ihr Haus so herzlich aufgenommen haben. Dann natürlich an Freedle und Kyle, mit denen ich sehr lustige und schöne Zeiten verbracht habe. Freedle sagte sehr treffend am Flughafen, dass er sich über den Abschied keine traurigen Gedanken macht, da er sich sicher sei, dass wir uns in absehbarer Zeit wieder sehen werden. Und Recht hat er! Entweder Treffe ich die Jungs mal bei einem Dreh in den Alpen, oder ich fliege mal wieder für einen Urlaub nach Colorado. Dann noch ein Dank an Wes & Georgia für ihre Gastfreundlichkeit in Boulder. Das gleiche gilt für die Familie Carlile in Park City.
Meine Highlights des halben Jahres sind schwer zusammen zu fassen. Zum Glück habe ich ja den Blog und kann alles noch einmal nachlesen. Aber so aus dem Stehgreif würde ich sagen (in keiner speziellen Reihenfolge:
- Fahrradtour zur Rockbar mit Freedle und "to the Moon" Kyle
- Die Fahrten über den Independence Pass nach Aspen
- PROM 2008 at 1010
- Die Turbo Premiere in Denver mit unfassbarer Party
- Georgia's Geburtstagsfeier
- Der New York Trip mit Toeffy und Fotokohl
- Der Moment, als ich endlich das Designkonzept für Turbo so umsetzen konnte, wie ich es mir im Kopf vorgestellt hatte
- Den Parteitag der Demokraten in Denver hautnah mitzuerleben
- Die Verlobungsparty von Pete und Alexa
- "The Meeting" in Apsen
- Avalanche vs. Canucks
- Skifahren mit Chip und Wesley
- Thanksgiving, und, und, und...
Zum guten Schluss möchte ich mich noch bei meinen zahlreichen und treuen Lesern bedanken. Ich habe mich wirklich immer sehr über die netten Kommentare sowohl im Blog oder direkt gefreut. Es hat mir immer Spaß gemacht, etwas über meine Zeit zu schreiben. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich so gut wie nie etwas negatives berichten musste.
Den Blog lasse ich als gute Erinnerung für mich online und, wer weiß, vielleicht kann ich ihn bei Gelegenheit wieder weiterführen... Genug Job-Angebote aus Colorade hätte ich jedenfalls.
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Kommentare
Sven schrieb am 17|12|2008 - 21:22: "Willkommen" buzz schrieb am 17|12|2008 - 14:10: "yesssss, man! welcome back!
bis später!"
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